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Abstract

Urtikaria - Klassifikation und Strategien für Diagnose und Behandlung
Urticaria - classification and strategies for diagnosis and therapy

Die Urtikaria ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Trotzdem wird sie oft nicht ausreichend therapiert. Bei einer akuten Urtikaria ist eine suffiziente symptomatische Therapie mit nicht-sedierenden Antihistaminika, ggf. kurzfristig mit Kortikosteroiden, in aller Regel ausreichend. Eine Suche nach den Ursachen über eine genaue Anamnese hinaus ist normalerweise nicht notwendig.Die chronische Urtikaria beruht meist auf einer Ursache oder einer Kombination folgender Ursachen: Intoleranzreaktionen auf Nahrungsmittel und Medikamente, (subklinische) Infekterkrankungen und autoreaktive Mechanismen. In schweren oder lang andauernden Fällen ist eine Suche nach den Ursachen sinnvoll.Wird rein symptomatisch behandelt, sind nicht-sedierende Antihistaminika einzusetzen. Die Dosierung muss evtl. angepasst, d.h. erhöht werden. Langfristige Kortikosteroidgaben sind nicht angezeigt. Bei den induzierbaren Formen der Urtikaria sind kaum zugrunde liegende Ursachen bekannt, eine systematische Suche danach sollte unterbleiben. Das Meiden des Auslösers und eine ausreichende symptomatische Therapie stehen im Vordergrund.

Markus Magerl, Sabine Altrichter, Nikolai Boodstein,
Ozan Güzelbey, Birgit Keßler,Karoline Krause,Martin Metz,
Karsten Weller,Torsten Zuberbier,Marcus Maurer
Urtikaria-Sprechstunde, Allergie-Centrum-Charité,
Klinik für Dermatologie,Venerologie und Allergologie,
Charité - Universitätsmedizin Berlin

Reviewer: Petra Staubach, Mainz
und Bettina Wedi,Hannover

CME Dermatol 2008; 3(1): 2-18