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Abstract

Infektionen mit humanen Papillomviren
Infections with human papillomaviruses

Humane Papillomviren (HPV) infizieren kutane und mukosale Epithelien und induzieren benigne sowie maligne Erkrankungen. Genitale Alpha-PV-Typen werden in Low- Risk- und High-Risk-Typen eingeteilt und können benigne (Condylomata acuminata,HPV 6 und HPV 11) und maligne Läsionen (Gebärmutterhalskrebs, überwiegend HPV 16 und HPV 18) verursachen. Ferner induzieren High-Risk-HPVTypen Vulvar-, Penis-, Oropharynx- und Adenokarzinome bzw. eine Subpopulation dieser Erkrankungen.Warzenassoziierte HPV-Typen (Mu-/Nu-PV sowie A2 und A4 von Alpha-PV) sind kausal für Viruswarzen der Haut, die überwiegend an Händen, Fingern und Füßen entstehen.Kutane HPV-Typen (Beta- und Gamma-PV) sind sehr wahrscheinlich in einem frühen Stadium ursächlich an der Karzinogenese kutaner Plattenepithelkarzinome (SCC) beteiligt. Die ersten Hinweise für die Assoziation von HPV und SCC stammten von Patienten mit Epidermodysplasia verruciformis (EV). Die kutanen Beta-PV wurden früher historisch bedingt als EV-Typen bezeichnet, da sie aus epithelialen Hauttumoren dieser Patienten kloniert wurden. Mit Invitro- (Zelllinien) und In-vivo-Systemen (Tiermodellen) konnten transformierende Eigenschaften einiger kutaner HPV-Typen gezeigt werden.Antiapoptotische Wirkungen, Verzögerung des DNA-Reparaturmechanismus und die direkte Interaktion mit dem zellulären Immunsystem kutaner HPV-Typen führen möglicherweise zur Persistenz DNA-geschädigter Keratinozyten. Folglich scheinen einige kutane HPV-Typen als Kofaktor in Verbindung mit UV-Strahlung während der frühen Entstehung von SCC ursächlich beteiligt zu sein.

Ingo Nindl
Klinik für Dermatologie,Venerologie und Allergologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Reviewer: Albert Rübben, Aachen
und Ulrike Wieland,Köln

Nindl I. Infektionen... CME Dermatol 2008; 3(3):144-161 publiziert 30.11.08 www.akademos.de/derma ©akademos Wissenschaftsverlag 2008 ISSN 1860-7268