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Abstract

Virale sexuell übertragbare Erkrankungen: HIV und AIDS
Sexually transmitted diseases caused by viruses: HIV and AIDS

Seit Beginn der HIV-Epidemie in Deutschland starben 27500 Menschen an den Folgen von AIDS. Als virale sexuell übertragbare Erkrankungen sind HIV-Infektionen neben HPV,HSV und HBV elementarer Bestandteil der modernen Venerologie. Haut- und Schleimhautbefunde sind sowohl bei der Erstdiagnose als auch bei der Ermittlung des klinischen Stadiums einer HIV-Infektion richtungsweisend. Erkrankungen zeigen bei HIV-Infizierten häufiger einen ungewöhnlichen, schwereren, schnelleren und gegenüber klassischen Behandlungsmethoden therapierefraktären Verlauf. Die Verfügbarkeit und Anwendung von hochaktiven antiretroviralen Therapien haben die Mortalität und Morbidität der HIV-Infektion dramatisch gesenkt. Mittlerweile sind über 20 antiretrovirale Substanzen aus sechs verschiedenen Medikamentenklassen zugelassen. Indikationsstellung, Auswahl der individuell am besten geeigneten Therapie und Therapiemonitoring erfordern Erfahrung mit HIV-infizierten Patienten. Durch den steigenden Einsatz antiretroviral wirksamer Substanzen in den Industrienationen hat sich das Spektrum der HIV-assoziierten Erkrankungen erheblich verändert:Kaposi-Sarkome und opportunistische Infektionen sind seltener geworden,während Arzneimittelnebenwirkungen und Unverträglichkeiten, epitheliale Tumoren und sexuell übertragbare Erkrankungen bei HIV-Infizierten weiter zunehmen.

Stefan Esser
Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Essen
Reviewer: Norbert H. Brockmeyer,Bochum
und Martin Hartmann, Heidelberg
Esser S. Virale ... CME Dermatol 2009; 4(2):80-90 publiziert 31.07.09 www.akademos.de/derma ©akademos Wissenschaftsverlag 2009 ISSN 1860-7268