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Abstract

Varicella-Zoster-Virus-induzierte Erkrankungen in der Dermatologie
Primary infection with varicella zoster virus (VZV)

Das Varicella-Zoster-Virus (VZV) gehört wie das Herpessimplex- Virus (HSV) zu den Alphaherpesvirinae und teilt mit HSV die Epitheliotropie, die Neurotropie und die Fähigkeit, nach Primärinfektion der Haut- und Schleimhäute lebenslang in den Trigeminalganglien oder in den dorsalen Spinalganglien zu persistieren und von dort aus nach variabler Latenzphase eine sekundäre produktive Infektion der Haut hervorzurufen. Die Windpocken (Varizellen) stellen die Primärinfektion mit VZV dar, und die Gürtelrose (Herpes zoster, Zoster) repräsentiert die sekundäre Reaktivierung. Varizellen und Zoster zeigen in der Regel einen benignen und selbstlimitierenden Verlauf, bei immunsupprimierten Patienten sowie bei Schwangeren und Neonaten können die Erkrankungen jedoch jeweils schwer bis letal und atypisch verlaufen. Zur Behandlung von kompliziert verlaufenden Infektionen stehen Virostatika zur Verfügung, die jedoch nur bei frühzeitigem Einsatz die Komplikationsrate reduzieren können. Daher ist die rasche klinische Diagnosestellung für die weitere Prognose essenziell. Die Impfung gegen VZV wird in Zukunft einen hohen Stellenwert in der Prophylaxe von Varizellen und Zoster haben. Der folgende Beitrag stellt die wichtigsten durch VZV hervorgerufenen Erkrankungen, die neueren Daten zur Pathogenese und die derzeit empfohlenen Therapiestrategien vor.

Albert Rübben

Reviewer:Cord Sunderkötter, Münster
und Tobias Forschner, Berlin

CME Praktische Fortbildung CME Dermatologie 2/2006: 10-22