Passwort vergessen? Bitte geben
Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, mit
der Sie sich registriert haben:

Abstract

Angioödem
Angioedema

Als Angioödem (Syn.: Quincke-Ödem, angioneurotisches Ödem) bezeichnet man eine plötzlich auftretende Schwellung an der Haut oder den Schleimhäuten durch ein Ödem des tiefen Koriums oder der Subkutis. Eine der ersten Beschreibungen stammt von Marcello Donati (1588), der bei einem jungen Grafen über ein Ödem der Lippen und rote Flecken im Gesicht nach dem Verzehr von Eiern berichtet. Die im deutschen Sprachraum verbreitete Bezeichnung »Quincke-Ödem« erinnert an Heinrich Irenäus Quincke, Ordinarius für Innere Medizin in Kiel, der im Jahre 1882 Fälle eines akuten umschriebenen Hautödems beschrieb, das rasch auftrat und ebenso rasch wieder verschwand. Die zugrunde liegenden ätiologischen Faktoren und pathophysiologischen Mechanismen der meisten Fälle solcher erworbenen Angioödeme sind mit denen der Urtikaria identisch. Die Angioödeme treten oft zusammen mit einer Exazerbation der Urtikaria oder alternierend mit ihr auf. Daher gelten die gleichen Empfehlungen wie zur Diagnostik und Therapie der akuten und chronischen Urtikaria.

Jürgen Grabbe

Reviewer:Konrad Bork, Mainz
und Karin Hartmann,Köln

CME Dermatologie 1/2007: 30-39