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Abstract

Alopecia areata
Alopecia areata

Alopecia areata ist eine durch T-Zellen vermittelte Autoimmunerkrankung, die sich gegen ein bisher unbekanntes Autoantigen des Haarfollikels richtet. Es besteht eine genetische Prädisposition, eine Alopecia areata zu entwickeln. Umweltfaktoren, die das Auftreten der Erkrankung triggern, konnten bisher nicht nachgewiesen werden. Die Diagnose wird aufgrund charakteristischer klinischer Kriterien der Alopecia areata und ihrer Sonderformen Alopecia areata totalis und universalis sowie Ophiasis gestellt. Die Anwesenheit von Ausrufezeichenhaaren, "points noirs", Nagelveränderungen und die Anamnese früherer Episoden mit Spontanremission bestätigen die Diagnose. In seltenen Fällen wie der Alopecia areata diffusa kann eine histologische Diagnostik erforderlich werden, während weitere Labordiagnostik im Allgemeinen nicht erforderlich ist. Wegen der hohen Spontanheilungsrate, müssen die Effektivität einer Alopecia-areata-Therapie in kontrollierten Studien erwiesen und die Nebenwirkungen vertretbar sein. Nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin ist derzeit die Behandlung mit Kontaktallergenen wie Diphenylcyclopropenon (DCP) oder Quadratsäure-Dibutylester (SADBE) die effektivste Behandlung der schweren Alopecia areata, also der Alopecia areata totalis, universalis oder patchy Alopecia areata mit mehr als 30% Haarverlust. Zur Behandlung limitierter Formen der patchy Alopecia areata hat sich die intraläsionale Applikation von Kortikosteroiden als effektiv erwiesen; möglicherweise wird sich in diesen Fällen auch die Behandlung mit dem 308-nm-Excimer-Laser als Therapieoption der Zukunft bewähren, die Studienlage hierzu ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Die okklusive Applikation von 0,05%iger Clobetasol-17-propionat-Salbe stellt eine weitere therapeutische Option für Patienten mit mäßiger bis schwerer Alopecia areata dar; die nicht-okklusive Applikation eines 0,05%igen Clobetasol-17-propionat- Schaums kann in Einzelfällen bei einer milden Alopecia areata hilfreich sein.

Pia Freyschmidt-Paul

Reviewer:Rudolf Schopf, Mainz
und Ulrike Blume-Peytavi, Berlin

CME Dermatol 2007;3(2):4-14