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Abstract

Malignes Melanom - Teil I
Malignes Melanom - Teil I

In diesem Übersichtsartikel wurde das klinische Vorgehen bei Verdacht auf ein malignes Melanom der Haut anhand einiger typischer klinischer Situationen erarbeitet. Sowohl bei der Inspektion als auch in der Histopathologie lassen sich Melanome von melanozytären Nävi und anderen nicht-melanozytären Pigmentflecken differenzialdiagnostisch abgrenzen. Die Einführung der Auflichtmikroskopie und des hochauflösenden Ultraschalls haben die diagnostischen Methoden beim Melanom deutlich verbessert. Die operative Behandlung konnte durch stadiengerechte Anpassung der Sicherheitsabstände optimiert werden. Die Etablierung der Schildwächter-Lymphknoten- Biopsie hat die Diagnostik der lokoregionären Metastasierung bereichert und zu einer neuen Klassifikation und klinischen Stadieneinteilung geführt. Die adjuvante Interferontherapie stellt eine wesentliche Therapie bei Hochrisikopatienten dar. Das diagnostische Vorgehen und die therapeutischen Möglichkeiten beim metastasierenden Melanom werden in einem weiteren Artikel eingehend beschrieben. Abschließend bleibt zu betonen, dass die größte Bedeutung der primären Prävention des Melanoms beizumessen ist. Säuglinge und Kleinkinder sollten nicht der Sonne ausgesetzt werden. Auf einen ausreichenden Sonnenschutz (Sonnencreme, schützende Kleidung) sollte in jedem Fall geachtet werden. Durch adäquates Verhalten können Sonnenbrände vermieden und somit das Risiko, viele Jahre später ein malignes Melanom oder andere Hauttumoren zu entwickeln, deutlich vermindert werden.

Evelyn Gaffal,Thomas Tüting

Reviewer:Cornelia Mauch,Köln
und Dorothée Nashan, Freiburg

CME Dermatol 2007;3(2):40-54